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ISBN/EAN: 978-3-902950-45-1
Format: EPUB
DRM: Digitales Wasserzeichen
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Auflage:
1. Auflage 2015
Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
282 S., 1.78 MB
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15,99 €
inkl. MwSt.

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Beschreibung

Karl Tschuppiks glorioser Familienroman entführt uns in die Zeit der k. und k. Monarchie, beginnend Anfang des letzten Jahrhunderts, endend am Vortag des Ersten Weltkriegs. Einer der schönsten Romane über das Leben und die Gesellschaft zu Zeiten Kaiser Franz Josephs - wiederentdeckt!Die Familie Adorno stammt aus einem Patriziergeschlecht, dessen Ahnherr in den Dienst Maria Theresias trat und dem Habsburgerstaat eine Anzahl treuer Untertanen schenkte. Max, sein jüngster Spross, Sohn einer lebenslustigen Mutter, die ihren Gatten mit einer hochgestellten Person aus dem Kaiserhaus betrügt und der Ehre wegen ihre Familie verlassen muss, lebt halb verwaist im strengen Wiener Vaterhaus. Der Vater hat keine rechte Beziehung zum sensiblen Sohn und schickt ihn aufs Gymnasium nach Prag, später in eine mährische Kadettenanstalt. Als Max mit Oberst Redl bekannt gemacht und dieser die Hauptfigur eines Skandals wird, holt der Vater, tief beschämt, ihn wieder nach Wien zurück. Max verliebt sich erst in ein junges Mädchen, dann in die Frau Rittmeister von Barco ... Das Fulminante und Einzigartige an Tschuppiks Roman ist die Fülle an subtilen Stimmungen, an ergreifenden Konstellationen, an hochinteressanten Betrachtungen der damaligen Gesellschaft und ihrer Werte sowie die kurzweiligen Beschreibungen politischer und historischer Gegebenheiten. Über ein völkerverbindendes Österreichertum, das lange verloren ist. So endet auch Tschuppiks Roman: Max wird eingezogen, der Erste Weltkrieg beginnt.

Über Karl Tschuppik

Geb. 26. Juni 1876 in Horowitz, Österreich-Ungarn, heute Tschechien; gest. 1937 in Wien. Karl Tschuppik arbeitete für Zeitungen wie das Prager Tagblatt, dem er von 1898 bis 1917 als Redakteur und Herausgeber angehörte, und publizierte in zahlreichen zumeist dem linksintellektuellen Spektrum zuordenbaren Zeitungen und Zeitschriften in Wien und Berlin. Er war einer der bedeutendsten österreichischen Publizisten vor 1938. Bei Zeitgenossen wie Max Brod, Joseph Roth oder Friedrich Funder fanden seine Publikationen große Anerkennung, Friedrich Torberg würdigte ihn in seiner "Tante Jolesch". Tschuppik und Anton Kuh galten in den Kaffeehäusern, damals Treffpunkt des kulturellen und intellektuellen Lebens, aber auch in den Heurigen, die beide gerne und häufig besuchten, als "eines der witzigsten und komischsten Freundespaare", deren Wirkung der Stegreif-Szenen, in denen sie im Kaffeehaus Personen parodierten, sich vor allem durch die Gegensätzlichkeit der beiden ergab. Seine erste Verhaftung erlebte Tschuppik 1922, als er einen in Zivil auftretenden "Sittenpolizisten" an einer Amtshandlung zu hindern versuchte, seine zweite 1925, als er dem Wiener Polizeipräsidenten Johann Schober das Götz-von-Berlichingen-Zitat ausrichten ließ. Tschuppiks antifaschistische, anti-deutschnationale Gesinnung, die in seinen Essays, Artikeln und Büchern deutlich zum Ausdruck kommt, sowie seine Monografie über Ludendorff, in der er auch dessen "höchst primitiven Faschismus von der Art Adolf Hitlers" kritisiert, machten ihn zu einem beliebten Angriffsziel nationalsozialistischer Agitation. So fand sich Tschuppik bereits 1933 auf der ersten, 43 Namen umfassenden "Schwarzen Liste Literatur" der Nationalsozialisten, die "schädliches und unerwünschtes Schrifttum" indizierte, das umgehend aus den Bibliotheken entfernt werden musste und der Bücherverbrennung 1933 zum Opfer fiel. Nach einem längeren Aufenthalt in Deutschland bezog er 1933 wieder seine Unterkunft im Wiener Hotel Bristol, in der er bereits während der letzten Zeit in Wien lebte. Ebenfalls nach Wien zurück kehrten 1933 seine Freunde Joseph Roth und Anton Kuh. Zudem pflegte er Kontakt mit Klaus Mann und Ödön von Horváth, dessen Trauzeuge er 1933 war. Seine Einkommenssituation gestaltete sich zusehends schwieriger. Der Amsterdamer Exilverlag Allert de Lange, bei dem Tschuppik seine nach 1933 verfassten Bücher veröffentlichte, wurde zu seiner wichtigsten Einkommensquelle. 1937 erschien Tschuppiks letztes Werk - sein einziger Roman: "Ein Sohn aus gutem Hause". Dieser wurde 1989 von Karin Brandauer verfilmt. Am 22. Juli 1937 starb Tschuppik unerwartet im Hotel Bristol.

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