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ISBN/EAN: 978-3-9899886-5-1
Format: EPUB
DRM: Nicht vorhanden
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Auflage:
1. Auflage 2025
Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
275 S., 1.54 MB
Empfohlene App:
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Sommertage im Tessin

eBook - Ein emotionaler Liebesroman über Neuanfänge und den Mut zum Leben, Verliebt im Tessin, Neuausgabe / New edition, Neuausgabe / New edition

4,99 €
inkl. MwSt.

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Beschreibung

Ein mondbeschienener Wasserfall und eine besondere Begegnung – was passiert, wenn das Schicksal dir eine zweite Chance gibt?

Als die junge Gastrojournalistin Ella ins Schweizer Tessin reist, um über charmante Grotti und versteckte Gourmetparadiese zu berichten, ahnt sie nicht, dass sie dabei nicht nur der Magie der Küche begegnet, sondern auch einem ganz besonderen Mann. Zwischen der rauen Schönheit der Tessiner Täler, lauen Sommernächten, einem mondbeschienen Wasserfall und dampfendem Risotto stößt sie auf die Spuren einer alten Liebe – und auf den Beginn von etwas ganz Neuem.

Fast zwanzig Jahre zuvor verliebt sich der junge Koch Niklas im Zürcher Hotelalltag in Onna – eine Frau, die nicht nur seine Welt, sondern auch sein Herz auf den Kopf stellt. Doch das Leben hat andere Pläne …

Erste Leser:innenstimmen
„Das atmosphärische Setting und die emotionale Liebesgeschichte haben mich auch nach dem Lesen nicht mehr losgelassen!“
„Dieser Liebesroman im Schweizer Tessin verwebt die Liebe fürs Essen, wundervolle Romantik und eine dramatische Geschichte.“
„Ellas und Niklas Geschichte war so gefühlvoll und romantisch. Dieser Roman hat so viele Gefühle in mir ausgelöst!“
„Nadine Gerber versteht es, wundervolle Landschaften so zu beschreiben, dass sie direkt vor meinem inneren Auge entstanden sind!“

Leseprobe

Kapitel 1

Zürich, im Juni 2005

Ihre tiefe, klare Stimme hallte durch den riesigen Eingangsbereich. Sie sprach nicht laut. Doch es war das einzige Geräusch und so empfand ich es wohl als viel lauter, als es effektiv war. Ihre Stimme nahm mich sofort gefangen. Und nicht nur diese: Auch ihre langen, dichten dunklen Haare, ihr Lachen, die weißen Zähne und das Funkeln ihrer dunklen Augen zogen mich in ihren Bann.

Ich wusste, wer sie war, denn dass sie zu uns stoßen würde, wurde uns angekündigt.

Onna Carisi, die Neue an der Rezeption.

Mein Chef hatte dem Team bereits erzählt, dass Onna aus dem Tessin kommt. Sie wolle in Zürich ihre Deutschkenntnisse verbessern und so hatte sie sich bei uns beworben. Sie kam direkt von der Hotelfachschule. Bei uns … Natürlich gehörte mir das Hotel nicht. Ich absolvierte dort nur meine Ausbildung zum Koch.

Es war ein Fünfsternehotel, nicht weit weg vom Zürichsee, ein paar wenige Meter nur, dort, wo die Limmat aus dem See trat. Ein altehrwürdiges Gebäude mit weißer Fassade, ein roter Teppich führte vom Vorplatz direkt in die Eingangshalle. Der Vorplatz war überdacht, das Dach wurde von weißen Marmorsäulen gehalten. Eigentlich hatte ich in der Eingangshalle, wo sich die Rezeption befand, gar nichts zu suchen. An diesem frühen Morgen waren noch keine Gäste unterwegs und so waren meine Kollegin Daniela und ich aus der Küche geschlichen, um unsere neue Mitarbeiterin bei ihrer Ankunft zu beobachten. Begrüßen durften wir sie ohnehin erst später.

Ich fühlte mich, als wäre ich am Boden festgetackert worden, konnte meinen Blick nicht von der jungen Frau abwenden. Was zum Teufel war nur los mit mir?

„Komm, Niklas, wir müssen weitermachen“, raunte Daniela mir zu. Sie war hier ebenfalls in der Ausbildung zur Köchin – doch während meine in wenigen Wochen zu Ende sein würde, hatte sie noch ein Jahr vor sich.

Daniela bugsierte mich ziemlich unsanft zurück zur Tür, über der ein Schild „Privat“ angebracht war. Die Gäste hatten keinen Zutritt zu den Katakomben des Hotels. Wir mussten zurück ins Untergeschoss, wo sich die große Gastroküche befand, die nötig war, um ein Hotel mit über einhundert Zimmern auf Sterneküchen-Niveau zu versorgen. Daniela hielt ihren Badge an das kleine Lesegerät, ein Summen ertönte, und sie zog die Tür auf.

„Komm jetzt“, bettelte Daniela erneut und zog am Ärmel meiner schwarzen Uniform. „Wir kriegen Ärger, wenn uns der Chef hier sieht.“

Diese Onna … Sie haute mich um. Anders konnte ich es in diesem Augenblick nicht ausdrücken. Ich wandte mich um, um hinter Daniela durch die Tür zu gehen, doch ich konnte nicht widerstehen und warf einen Blick zurück. Ihr neuer Chef, Felix, der die Rezeption unter sich hatte, redete auf Onna ein, während sie konzentriert zuhörte. Doch dann drehte sie ihren Kopf ein kleines bisschen nach rechts.

Ihr Blick traf auf meinen und die Welt stand einen kleinen Augenblick still. Nur Sekundenbruchteile. Und doch war alles anders. Sie lächelte mir zu. Dann fiel die Tür hinter mir ins Schloss.

Kapitel 2

Zürich, im Juni 2024

„Kommst du mal bitte in mein Büro, Ella?“

Ella hob den Kopf und wagte einen Blick in den gläsernen Kasten, den ihr Chef sein Eigen nannte. Er schien nicht sonderlich verärgert zu sein. Im Gegenteil: Er grinste sie an und bedeutete ihr mit dem Zeigfinger, zu ihm zu kommen. Timo hatte den Glaskasten einbauen lassen, um Offenheit und Transparenz im Büro zu demonstrieren. Ella hatte manchmal eher den Eindruck, er wollte sie dadurch überwachen. Der ‚gläserne Sarg‘, wie Ella die Konstruktion gerne nannte, war zudem absolut schalldicht. Es war unmöglich, von draußen zu hören, was drinnen gesprochen wurde, wenn die Tür zu war. In diesem Augenblick aber war sie offen und Ella erhob sich, um der Aufforderung nachzukommen.

Das Großraumbüro befand sich im Westen Zürichs. Hier hatte vor einigen Jahren eine Aufwertung stattgefunden – moderne Bürogebäude, Hochhäuser, szenige Restaurants oder Kinokomplexe waren gebaut worden. Eine neue Tramlinie half, die vielen Pendler in das Quartier zu transportieren. Ella war traurig gewesen, als sie vor zwei Jahren ihr altes Büro in der Innenstadt hatte verlassen müssen. Der Verlag hatte sämtliche Publikationen in einem Gebäude unterbringen wollen und deshalb zwei Etagen in einem der neuen, auf Ella trist wirkenden, Hochhäusern angemietet. Sie hatte all die kleinen Boutiquen und Cafés an ihrem alten Standort vermisst. Inzwischen hatte sie sich an das Großstadtflair, das Zürich West ihr bot, gewöhnt. Ihr Arbeitsweg war länger geworden, doch er war mit dem öffentlichen Verkehr oder auch dem Fahrrad, welches Ella meistens nutzte, um in ihr Büro zu gelangen, problemlos machbar. Es gab eine Kantine, mit günstigen und gesunden, reichhaltigen Speisen. So brauchte sie all die Angebote um sie herum gar nicht, was zum einen Geld sparte und sie zum anderen auf ihre Aufgaben fokussieren ließ – immerhin hatte sie beruflich mehr als genug mit Speisen und Menüs zu tun.

Ella liebte ihren Job. Es war nur ein kleines Team von fünf Leuten, die das bisher populärste Gastro-Magazin der Schweiz mit spannenden Inhalten befüllten. Ein Großteil ihrer Aufgaben bestand darin, Restaurants, Hotels, Köche, Küchen zu testen und dann darüber zu berichten. Allerdings spürte das Team seit geraumer Zeit, dass das Magazin an Leserschaft verlor. Die Abozahlen waren rückläufig und auch Werbeanzeigen wurden weniger und weniger. Immer mehr Gastrobetriebe, Köche oder auch einfach Kochbegeisterte konsumierten die gleichen Inhalte auf Gratis-Blogs oder Social Media. Es wurde deshalb immer schwieriger, noch Kunden für Inserate zu gewinnen.

Timo deutete mit seiner Hand auf den freien Sessel auf der ihm gegenüberliegenden Seite seines Pultes. Ella konnte den Kopf ihres Chefs geradeso über dem Computerbildschirm erkennen. Timo war Mitte vierzig, doch seine hellen Haare waren bereits schüttern und zierten fast nur noch als Kranz die Seiten seines Kopfes. Ella wurde manchmal nicht so ganz schlau aus ihrem Boss, wenngleich sie ihn im Grunde mochte. Er setzte großes Vertrauen in sie und ihre Fähigkeiten und teilte ihr immer wieder spannende und verantwortungsvolle Aufgaben zu. Doch er konnte auch sehr harsch und abweisend sein. Wenn jemand einen Auftrag in seinen Augen nicht gut umsetzte, konnte er sich mitten in das Großraumbüro stellen und diesen in Anwesenheit aller anderen lauthals ausschimpfen. Obwohl sich Ella und ihre Teamkollegen vor diesen Ausbrüchen fürchteten, so waren sie doch auch oft der Running Gag im Team.

Ella setzte sich auf den Stuhl und strich mit einer Handbewegung den dunklen Stoff ihrer Hose glatt. Sie hasste es, wenn ihre Kleidung Falten schlug. Sie trug eine weit geschnittene Hose in Dunkelblau mit einem passenden Blazer, dazu weiße Sneaker und ein farblich darauf abgestimmtes Shirt.

Timo drehte den Bildschirm seines Computers in Ellas Richtung.

„Schau“, forderte er sie auf. Ella starrte gebannt auf den Bildschirm. ‚Ticino‘ stand dort in großen Lettern, der gesamte Text war Italienisch.

„Ja?“, fragte sie erwartungsvoll. Anhand der geöffneten Websei...

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